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 Das Selig-Werden war das Thema, für das Jesus lebte und starb, für das er (nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt) seine Apostel wirken ließ und wirken lässt durch ihre im Neuen Testament erhaltenen Schriften.

 So klar ist es Sein und ihr Herzensanliegen, ihre Zuhörer und Leser vom breiten Weg wegzubringen, sie auf den schmalen Weg zu stellen, dort voranzuführen und wie zu verankern. Sie sollen ihn beständig »finden« bzw. von der Wende ihres Lebens an auf Dauer »durch die enge Pforte eingehen« (Mt 7,13 f.). Von Jesus her bezeugen die Apostel das tröstende und trostreiche Evangelium, aber auch den folgenschwersten Fehler:

Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden. Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.  Mk 16,16

 

 So ist Jesus „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6). Das ist „seine Stimme“, der „seine Schafe folgen". (Joh 10,27), Schritt für Schritt und auf Dauer, eben wie eine Herde ihrem Hirten, selbst wenn sie persönlich nicht alles „verstehen“, was er vorgibt, oder anderes für gut halten.

 

 Um festzuhalten, was ein Mensch als Jünger des Herrn haben darf, bindet er sich zunehmend bewusst an Sein Wort (Joh 8,31 f.). Ja, er lernt es, abweichende Lehre oder anderes Evangelium (Gal 1,8.10) gerade im Zusammenhang mit der Rechtfertigung des Sünders als schwerwiegend und gefährlich einzustufen – weil Paulus als Apostel des guten Hirten das hervorhebt. Insbes. solche unbiblische Lehre nennt er Sauerteig, der nicht untätig oder folgenlos bleibt. (Gal 5,9).

 

 Wie sehr herrscht da im Rahmen der sog. Ökumenischen Bewegung ein anderer Geist! Selbst hinsichtlich der Rechtfertigungslehre besteht dort nicht Einmütigkeit, sondern nur versöhnte Verschiedenheit und Einheit in der Vielfalt. Nicht das Beständig-Sein in der Apostellehre (Apg 2,42) gilt als das Erste und Grundlegende, sondern das Praktizieren von „Gemeinschaft, Brotbrechen und gemeinsamem Gebet".

 

 Wie traurig muss solche Ökumen für Jesus sein, nach seinem ganzen Einsatz für die Wahrheit,

  • wenn so  - seine Regeln beieseite setzend - Kirche gebaut werden soll,
  • wenn solches Bauen mit großen Hoffnungen verbunden wird,
  • wenn so seine Herde gesammelt werden soll,
  • wenn das Abweisen der Stimme des Fremden (Joh 10,5) und das Aufzeigen von Irreführendem als ungeistlich und kirchenzertrennend gilt,
  • wenn manche seiner Gläubigen sich in diesen Geist umleiten lassen,
  • wenn die Entwricklung dieser ökumenischen Bewegung als das gesehen wird, was Er in seinem hohepriesterlichen Gebet von Gott Vater erflehte, mit den Worten: „dass sie alle in uns eins sind“ (Joh 17,21 f.).

 

  Er, mit seinem so schwer errungenen Sieg, will predigen lassen „Buße und Vergebung der Sünden" (Lk 24,47), „in der ganzen Welt" (Mt 24,14), damit alle, die an ihn als das Opfer für die Sünde (Joh 1,29) glauben, „nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" (Joh 3,16. 36). So wird es auch geschehen - selbst wenn ihm  dafür nur hier und da kleine Gemeinden mit kleiner Kraft dienen.