Link verschicken   Drucken
 

 

Oder wisst ihr nicht, dass die Ungerechten das Reich Gottes

nicht ererben werden?    Lasst euch nicht irreführen!

Weder Unzüchtige noch Götzendiener, Ehebrecher, Lustknaben, Knabenschänder, Diebe, Geizige, Trunkenbolde, Lästerer oder Räuber werden das Reich Gottes ererben.    Und solche sind einige

von euch gewesen.    Aber ihr seid rein gewaschen, ihr seid geheiligt,

ihr seid gerecht geworden durch den Namen des Herrn Jesus Christus

und durch den Geist unseres Gottes.     1Kor 6,9-11

 

 Die Gemeinde, an die Paulus diese Worte schrieb, durfte er selbst auf den Weg bringen - als Prediger, mit der Botschaft,

  • dass der von Gott versprochene Erlöser nun gekommen ist,
  • dass die Nachkommen Abrahams an ihn glauben dürfen und alle aus Heidenvölkern,
  • dass ihn zur Erlösung von den Folgen der Sünde jeder braucht.

Röm 10,17   I   Joh 17,20   I   Apg 4,12

 

 Die Apostelgeschichte zeigt auch, wem der Apostel in Korinth als Erstes mit dem Evangelium dienen durfte: einem Juden namens Aquila und seiner Frau Priszilla sowie weiteren, die in der örtlichen Synagoge zum Sabbatgottesdienst zusammenkamen (Apg 18,1-8).

 

 Wie sehr muss Paulus aber über diesen Kreis hinaus gekommen und gehört worden sein! Auch zu manchem, der zunächst noch

einem Götzenkult anhing,

im Ehebruch lebte,

gleichgeschlechtlich verkehrte,

als Dieb, Trinker, Lästermaul, Habgieriger gesehen werden musste.

 Doch auch einige dieser Hörer der Botschaft von »Buße und Vergebung der Sünden« (Lk 24,46 f.) verschlossen sich ihrer Wirkung nicht, sodass Paulus ihnen ihr Verhalten und ihre Einstellung dazu als folgenschwere Sünde zeigen und ihnen  zum Trost mit der durch Jesus bereitstehenden Vergebung verhelfen konnte.

 

 Das liegt in den Versen 1Kor 6,9-11. So viel kann durch die Predigt von Gesetz und Evangelium immer wieder geschehen. Wer auch immer sich von Gottes Wort ansprechen lässt, darf es  hören, auf sich beziehen und ihm folgen. Dann gibt Gott auch Kraft zum fröhlichen Glauben und zum Standhalten gegen alles im eigenen Herzen und Leben, was Er als Sünde zeigt.

 

 Andererseits ist so klar: Für das, was Paulus in diesem Abschnitt als folgenschwere Sünde nennt, sieht er keine mit dem Reich Gottes verträgliche Variante. Das heißt:

  • dass bspw. Götzendienst auch im Einklang mit der Liebe zu Gott gelebt werden könnte,
  • oder dass Ehebruch unter Umständen durchaus im Sinn der Nächstenliebe wäre.

 

 Es kann deshalb nicht im Sinn der Worte des Apostel Paulus als eines göttlichen Botschafters (und damit von Gott selbst) sein, wenn gleichgeschlechtliche Partner, die in einer sexuellen Beziehung leben wollen, eine Art kirchliche Trauung erhalten. Wenn die Heilige Schrift nicht die Möglichkeit nennt, dass solche Formen des Zusammenlebens durchaus dem Gebot der Liebe zu Gott und dem Nächsten entsprechen können, dann ist es Irrtum und Irreführung, wenn jemand einen solchen Begriff bildet und seine Vereinbarkeit mit dem Reich Gottes behauptet.

 

 Leider geschieht dies aber in unserm Land durch kirchenleitende Persönlichkeiten und Gremien, durch Kirchmitglieder ausdrücklich begrüßt oder aber hingenommen. So äußert sich die Kirche als evangelische Wochenzeitung auf Seite 4 ihrer Ausgabe 31. Mai 2015 mit folgendem Text:

 

Bischof Dröge_1

Bischof Dröge_2